Wie es dazu kam:
11 Kurzgeschichten, die es in sich haben!

Ein neues Projekt: Im Schatten der Steine
Seit nunmehr fast vier Jahren lebe ich in dieser einzigartigen Region zwischen den schroffen Kämmen der Apuanischen Alpen, den sanften Hügeln der Lunigiana und der weiten Küste Liguriens. Wer hier zu Hause ist, begreift schnell, dass diese Landschaft nicht nur von atemberaubender Schönheit ist, sondern auf Schritt und Tritt von Geschichte atmet.
Besondere Geschichten und Lebensläufe haben mich schon mein ganzes Leben lang fasziniert. Doch erst durch das Leben an diesem Ort begann eine ganz persönliche Entdeckungsreise: Einige der historischen Begebenheiten waren mir bereits ein Begriff, viele andere jedoch habe ich erst hier vor Ort ganz neu entdeckt und intensiv erforscht und recherchiert. Es sind Geschichten von Menschen, die vor Jahrhunderten denselben Boden betreten, dieselben Pfade über die Berge genommen und auf dasselbe Meer geblickt haben wie wir heute.
Eine Geschichte hat mich dabei ganz besonders tief bewegt: das Schicksal von dem deutschen Architekten und Ingenieur aus Bremen, Rudolf Jacobs, von dem ich erst vor kurzem in meiner unmittelbaren Nachbarschaft, Sarzana, erfahren habe. Seine Entscheidung zeigt auf eindringliche Weise, dass man immer eine Wahl hat – mitzulaufen oder sich gegen Ungerechtigkeit zu wehren und die eigenen moralischen Grundsätze nicht zu vergessen. Eine Haltung, die gerade in der heutigen Zeit wieder von großer Aktualität ist.
Mein Anliegen war es, diese historischen Episoden nicht als trockene Jahreszahlen wiederzugeben, sondern sie spannend, lebendig und nahbar für dich zu erzählen – so, dass du förmlich den Staub der Steinbrüche schmeckst, das Rauschen des Meeres hörst und die Anspannung vergangener Tage spürst. Um deine eigene Vorstellungskraft noch weiter zu beflügeln, habe ich die Geschichten mit historisch fundierten, mithilfe moderner künstlicher Intelligenz generierten Bildern ergänzt. Sie dienen als visuelle Unterstützung für deine Fantasie und schlagen eine Brücke zwischen der überlieferten Historie und der Frage, wie es damals wohl wirklich ausgesehen hat.
Die Arbeit an diesem Buch hat mir nicht nur unendlich viel Freude bereitet, sondern vor allem tiefe, ganz neue Erkenntnisse über das Wesen und die Wurzeln dieser Region geschenkt.
Ich wünsche dir nun viel Freude beim Lesen dieser kurzweiligen Reisen durch die Jahrhunderte. Mögen sie dich ebenso begeistern und inspirieren wie mich.
Mocrone, im September 2026.